Unter der Woche fühle ich mich immer so, als würde alles ewig dauern... Außer die Nacht natürlich!
Aber nachdem ich morgens aufgestanden bin, dauert es eeewig bis zur Frühstückspause. Dann dauert es noch viel länger bis endlich Lunchtime ist (meine Lieblingszeit am Tag ;)) und dann zieht sich die Zeit wie Kaugummi, bis ich Feierabend hab. Dann dauert es ewig, bis ich ins Internet kann, usw.
Wenn ich dann aber nach einiger Zeit mal wieder durch meinen Blog stöber (ja, ab und zu mach ich das. Ich hab das zwar alles selbst erlebt, aber ich glaub, Demenz ist genetisch ;) ), denk ich mir, dass die Zeit wirklich schnell vergeht. Grade vor ein paar Tagen hab ich erst mein letztes Wochenendupdate getippt und von gestern Nachmittag bis heut Nachmittag hats auch nicht lang gedauert.
Ich hab nachgezählt und es sind noch 9 Arbeitstage. Da seht ihr, die Zeit rennt!
In dieser Zeit möchte ich noch einen Maststall sehen, morgen geh ich Lebensmitteleinkaufen (Cookies!! Ich bin auf Entzug.), am Freitag muss ich außerplanmäßig arbeiten, am Samstag ist die Christmas-Party, am Donnerstag hab ich hoffentlich einen Day off, um meinen Koffer packen zu können, mich zu verabschieden, usw., und am Freitag geht mein Flug nach Chicago!
Da bin ich ja wirklich extremst aufgeregt! Vor allem weil ich mal wieder ganz allein flieg, und das heißt ja schon was und weil ich die liebe Hannah wieder treff, eine neue Stadt seh und ein paar wunderschöne Tage haben werd :)
Themawechsel: Gestern haben Stacey und ich zwar versucht, einen Schneemann zu bauen, aber unglücklicherweise hat das nicht funktioniert, weil wir keinen Pappschnee haben, sondern Pulverschnee :( Dafür durfte ich dann aber bei Scott auf seinem Snowmobile mitfahren und das war ... lustig. Also eigentlich fand ichs nicht so toll. Hinten ist das Snowmobile Raupenfahrzeug und vorne sieht es aus wie Skier? Auf jeden Fall greift das für meinen Geschmack alles nicht gut genug im Schnee und für mich ist das alles ein bisschen zu rutschig. Als wir dann noch durch den Graben auf den nächsten Acker gefahren sind, bin ich das erste Mal halb gestorben. Zum Ausgleich haben wir dann aber noch wilde Truthähne gesehen, die man anscheinend eher selten zu Gesicht bekommt, aber das fand ich eher unspektakulär.
Danach haben wir uns auf den Weg nach Goderich gemacht, haben dort bei Crabby Joe's gegessen, einen kurzen Abstecher zu Wal-Mart gemacht (ich mag den Laden nicht. Sieht assimäßig aus.) und sind dann ins Kino ♥
Wir haben den letzten Twilight-Teil geschaut, also Breaking Dawn Teil 2, und ich bin begeistert. Auf der einen Seite bin ich extrem traurig, weil es jetzt endgültig vorbei ist. Die Bücher sind zuende, jetzt sind auch die Filme abgedreht. Schade. Aber die Handlung ist grandios umgesetzt. Eigentlich ist das Buch meiner Meinung nach das am meisten Fantasy-lastige der ganzen Reihe, aber die Umsetzung ist wirklich nicht kitschig, sehr schlüssig und mit ein paar spannenden Szenen durchsetzt. Ich bin wirklich begeistert und hab mit Kathi schon ausgemacht, dass wir die DVD-Sammelbox brauchen, wenn die rauskommt.
Ansonsten schneit es hier munter weiter, nur die Sonne lässt sich leider nicht blicken, vielleicht tut sie das morgen.
Ich werd jetzt noch ein bisschen Schlaf nachholen und im zweiten Teil der "The Hunger-Games"-Trilogie schmökern.
Alles Liebe,
Lisa
Posts mit dem Label Essen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Essen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 25. November 2012
Dienstag, 6. November 2012
Mädelsurlaub die Erste
Heute hab ichs endlich geschafft, den ersten Teil unseres grandiosen Urlaubs zusammenzufassen, wobei mir die Bilder fast den letzten Nerv geraubt haben, weil das Hochladen einfach ewig dauert! In den nächsten Tagen gibts dann Teil 2.
Tag 1 – Freitag
Am Freitag, den 26.10.2012 durfte ich also endlich meine Mädels am Flughafen abholen. Ich bin in der Früh um halb 7 aufgestanden und Jeanette hat mich dann zum Bahnhof nach Stratford gefahren, von wo aus ich den Zug nach Toronto genommen hab (der mit 30$ für einfache Fahrt übrigens purer Wucher ist!). In Toronto angekommen (ganz allein, logischerweise) hab ich dann erst mal 18x nach dem Weg fragen müssen, um zum Eaton Centre zu kommen. Als ich das geschafft hab, hab ich mir was zu essen gegönnt und bin ein bisschen bummeln gegangen. Danach bin ich zum Hotel gefahren und hab eingecheckt. Und dann kam der interessante Teil: Ich musste vom Hotel zum Flughafen kommen und das sowohl möglichst billig als auch möglichst ohne größeren Fußweg, weil wir am Rückweg ja drei große Koffer zum Transportieren hatten. Diesmal musste ich nur einmal nach dem Weg fragen, weil ich gleich an eine nette Asiatin geraten bin, die in die gleiche Richtung musste. Das war gut, denn allein hätt ichs niemals geschafft! Die erste Herausforderung war nämlich die Bushaltestelle, die ganz ohne Hinweisschild auskommt und einfach aus einer Straßenecke besteht. Wie man darauf kommen soll, ist mir den ganzen Urlaub über ein Rätsel geblieben. Nach einer Stunde und 3$ bin ich dann auch endlich am Flughafen angekommen. Da musste ich mich dann über die Leute aufregen, die nicht einfach ganz normal warten können, bis ihre Gäste/Verwandten/Schießmichtot ankommen, nein, man muss in der ersten Reihe stehen, egal ob man 2m groß oder 2m breit ist!! Ich hab die Mädels aber trotzdem entdeckt und unter Freudentränen in die Arme genommen. Es war so schön, endlich mal wieder bekannte Gesichter zu sehen! Wie erwartet waren natürlich alle müde und so wurde die lange Bus- und U-Bahn-Fahrt bis zum Hotel zu einer kleinen Tortur. Im Hotel angekommen, haben wir dann festgestellt, dass wir mitten im chinesischen Einkaufszentrum wohnen!! Unser Hotel lag in Chinatown, das wusste ich auch schon vorher, aber unsere Aussicht war tatsächlich die innenliegende Rolltreppe des Einkaufszentrums! Sachen gibt’s :D Chinatown an sich war übrigens auch eine Attraktion, von ekligen Schaufensterauslagen bis Leuten, die mitten auf der Straße im Nieselregen Yoga machen, war echt alles dabei! Ansonsten haben wir an dem Abend nichts gemacht, weil einach alle todmüde waren.
| Das Bild entstand nicht am ersten Tag, passte aber zur Erwähnung des Hotelzimmers. |
| Ich gehe davon aus, dass Chinesen sowas essen. Ich will aber nicht wissen, wie lange das da schon hängt.. |
Tag 2 – Samstag
Am nächsten Morgen sind wir gegen halb 8 aufgestanden, glaub
ich, und sind erst mal frühstücken gegangen. Man muss vornweg sagen, dass das
Hotel echt super war, das Personal war nett, die Zimmer sauber und echt
riiiiesig, aber das Frühstück war schon so eine Sache für sich. Dass es mehr
als asketisch war, ist für den Zimmerpreis wirklich gerechtfertigt und so war
jeder mit Marmeladen- oder Frischkäsetoast, einem Muffin, Müsli und einem Glas Becher
Orangensaft zufrieden. Becher?! Ja, klar, wir sind hier in Nordamerika,
Plastikgeschirr ist keine Seltenheit! So haben wir unser Frühstück aus
Pappschüsseln und Papptellern sowie mit Plastikbesteck genossen. Das Wetter war
leider den ganzen Urlaub besc*** (Danke Sandy!!!), deswegen sind wir auch
Samstagmorgen im Regen losgewandert. Vom Hotel die Spadina Avenue Richtung
Wasser, dann zum CN Tower. Bis dahin waren wir dann so durchweicht, dass wir 3x
durchweichte Schuhe sowie 2x durchweichte Jacken und kalte Hände zu verzeichnen
hatten. Auf dem Weg zum Eaton Centre (nuuuur zum Aufwärmen, natürlich), sind
wir dann in der Union Station an Heizkörpern oder was auch immer
vorbeigekommen, jedenfalls waren die warm und es kam warme Luft raus, wie bei
einem Föhn. Also haben wir alle die Jacken (teilweise sogar die Schuhe) ausgezogen
und uns erst mal ausgiebig getrocknet, wobei wir natürlich belustigte Blicke
ernteten. Aber unser Motto war: „Kennt uns ja kaner.“ Den restlichen Tag haben
wir dann nur mit Shopping verbracht und am Abend dann bei McDonald’s gespeist,
der natürlich wie daheim und überall sonst auf der Welt schmeckt. Im Hotel
haben wir in einem Viererzimmer gewohnt, das heißt, wir hatten zwei große
Betten in einem riesen Zimmer und ein Bad. Das war wirklich praktisch, so waren
wir alle die ganze Zeit zusammen und hatten immer den ganzen Spass zusammen :D
Der größte Spass an dem Abend war aber das Zähneputzen. Anne und ich hatten die
gleichen Zahnbürsten, man konnte sie echt kaum unterscheiden. In meiner Müdigkeit
hab ich natürlich aus Versehen zu Annes Zahnbürste gegriffen. Sie sieht es,
schaut mich an und sagt seelenruhig: „Lisa, würdest du bitte aufhören, meine
Zahnbürste zu benutzen?“ :D Ihr könnt euch vorstellen, wie wir gelacht haben,
es war einfach unglaublich. Aber sowas ist natürlich kein Drama, so ist sie zu
einer vorgewärmten Zahnbürste gekommen, alles halb so wild :D
Tag 3 – Sonntag
Für Sonntag war die Niagarafälletour geplant. Dafür sind wir
schon um halb 7 aus den Federn gesprungen und haben uns nach dem Frühstück auf
zum Yonge-Dundas-Square gemacht, von wo aus der Bus startete. Nach einer
eineinhalbstündigen Fahrt sind wir dann am Skylon Tower angekommen. Das ist
eigentlich nicht mehr als ein Aussichtsturm, aber von da aus hat man einen
guten Blick, sowohl auf die kanadischen Horseshoe-Fälle als auch auf die
amerikanische Seite der Fälle. Nach einer Viertelstunde hat man dann aber auch
wirklich alles gesehen und wir sind weitergefahren zu den Niagara-Fällen
selbst. Geregnet hat es übrigens den gesamten Tag und dazu war es bitterkalt!
Die Fälle sind wirklich beeindruckend, man kann sich nicht vorstellen, welche
Wassermassen sich da ihren Weg nach unten suchen und das Wasser ist erstaunlich
klar. Allerdings denke ich, dass das Ganze bei Schnee oder gar Sonnenschein
noch viel beeindruckender ist. Anschließend ging es mit dem Bus weiter nach
Niagara, das ist die Stadt, die direkt an den Wasserfällen liegt. Zu der Stadt
fiel uns aber nur die Assoziation zu einem Vergnügungspark ein. Es gab alle
möglichen unnützen Dinge, von komischen Theatern zu auf den Kopf gestellten
Häusern. Dort haben wir dann im Burger King gegessen, aber Burger King ist
einfach nur nach Dauten gut, ansonsten kann man das wirklich vergessen. Und
außerdem ist es unverschämt teuer! Nach diesem kurzen Abstecher ging die Reise
weiter nach Niagara-on-the-Lake, das als typisches Touristendörfchen bekannt
ist. Da es ja durchgehend geregnet hat, haben wir das leider nicht so genießen
können, aber wir haben uns die Zeit in einem Weihnachtsladen vertrieben und
hatten dabei auch unseren Spass. Die letzte Station der Tour war dann eine
Weinprobe, bei der wir unter anderem auch Eiswein probieren durften. Allerdings
glaube ich, dass ich die einzige von uns war, die ihn gut fand ;) Zu der Zeit waren
wir dann alle todmüde und einfach durchgekühlt und wollten nur zurück in den
warmen Bus. In Toronto angekommen machten wir uns dann (nach einem kleinen
Abstecher ins Eaton Centre? Ich bin mir nicht sicher…) auf die Suche nach
Essbarem! Also liefen wir ziemlich ziel- und planlos die Yonge-Street hinunter
und stießen auf Marché. Das System hinter dem Ganzen ist, dass man eine Karte bekommt, auf die alles
gebucht wird, was man isst und am Schluss bezahlt man. Dabei kann man auswählen
von vielen verschiedenen kleinen „Ständen“ bei denen man alles findet, was das
Herz begehrt. Bei unserem ersten Besuch haben wir uns für Nudeln entschieden,
wahlweise mit Shrimps oder Huhn und verschiedenen Gemüsen. Jeder hat dann
so ca. 12$ bezahlt, dafür sitzt man in schönem Ambiente, Wasser ist umsonst und
das Essen wirklich überragend!!
| Direkt hinter dem Fotografen befinden sich die Niagara-Fälle. Dieses Bild zeigt, wie "touristisch" das Ganze ist. |
Tag 4 – Montag
Am Montag haben wir uns dazu entschieden, die Bustour zu
machen. Da sich aber keiner eingehend mit dem von uns ausgesuchten Flyer
beschäftigt hat, haben wir erst auf dem Weg gemerkt, dass man eigentlich hätte
reservieren sollen. Wir hatten aber noch einen anderen Flyer und setzten
unseren Weg dann fort. Im Notfall hätten wir ja ins Eaton Centre gehen können
;) Glücklicherweise stand aber der von uns am Anfang ausgewählte Bus zur
Abfahrt bereit am Yonge-Dundas-Square und so sind wir dann mit dem Bus durch
Toronto getuckert. Leider war die Erklärung zur Wegstrecke aber nur auf
Englisch, was es natürlich deutlich schwieriger macht, alles zu verstehen. Mit
in der Tour inbegriffen war eine Bootsfahrt, die wir natürlich auch gemacht
haben – bezahlt ist bezahlt! Das einzige Highlight dabei war allerdings der
Blick auf die vernebelte Skyline von Toronto. Also eigentlich für die Katz.
Danach haben wir die Bustour beendet und sind am Yonge-Dundas-Square wieder
ausgestiegen. Wer errät was wir danach gemacht haben? :D Genau, zum Eaton
Centre, das direkt auf der anderen Straßenseite liegt. Dort haben wir dann auch
zu Abend gegessen, weil Fast Food konnte wirklich keiner mehr sehen und im
Centre gibts alles Mögliche zu essen, das war genau genommen auch Fast Food
ist, aber einfach „anders“. Davor sind wir aber noch zu Tim Hortons gegangen,
welchem gegenüber die Mädels zuerst eher skeptisch waren. Als sie dann aber die
grandiosen Muffins und die hervorragende heiße Schokolade probiert haben, waren
sie natürlich überzeugt.
Alles Liebe,
Lisa
Montag, 22. Oktober 2012
Essen
Essen wie Gott in Franken!!!
So siehts aus. Dass in Franken das Essen am Besten schmeckt, darüber sind wir uns ja einig, also war es auch klar, dass mich Kanada nicht wirklich überzeugen würde.
Naja, es hat ganz gut angefangen, es gab immer einfache Sachen, das ist ja vollkommen okay und man kann nicht viel falsch machen. Die meiste Zeit ess ich ja aber sowieso alleine. Im Restaurant die Burger sind superspitzenklasse und Fast Food meide ich überall auf der Welt.
Bis es dann das erste Mal Wurst gab. Also Bratwurst. Ich war natürlich total euphorisch, Bratwurst, das kann ja nur gut sein.
Haha, denkste Puppe! Die "Bratwurst" ist dick, so dick wie Stadtwurst und so lang wie drei Bratwürste. Das wäre ja noch kein Problem, außerdem hat sie aber auch noch die Farbe einer alten Weißwurst und den Geschmack... Naja, lassen wir das.
Die wird dann "gebraten". Das heißt, man kippt so viel Fett in die Pfanne, bis die Wurst (dick wie eine Stadtwurst, wir erinnern uns) schwimmt. Und dann frittiert man die praktisch. Man nennt es aber Bratwurst.
Zu allem Überfluss wird eine Wurst für 8 Personen gebraten (ganz ehrlich, ich mach grundsätzlich vor oder nach Essenseinladungen daheim Brotzeit, sonst würde ich nie satt werden, wieso haben die hier keinen Hunger?!) und dann in Stücke geschnitten.
Wer mich kennt, weiß ja dass ich ... nennen wir es explosiv bin und ich muss immer meine gesamte Selbstbeherrschung aufbringen, dass ich ganz relaxt in der Küche sitze und bei dem Bratwurst-Massaker zuschau. Wie gern würd ich aufspringen, die Wurst retten!
Naja, das Ganze schmeckt dann wie halb gekochte, halb frittierte Wurst, aber ganz bestimmt nicht, als wäre sie durch. Die Arme...
Dementsprechend darf man bei den Beilagen nicht sparen (also beim Essen fassen, gekocht wird immer so, dass alles aufgegessen wird. Meine Güte, macht mir das Angst!). Es gibt immer (IMMER!) Stopfer. Aber ohne Muskatnuss. WTF? Mama meinte, sie schickt mir eine Muskatnuss, aber ganz ehrlich, den Banausen ist nicht zu helfen! Dazu gibt es dann Salat. Der schmeckt halt wie.. Salat. Aber der Clou dabei ist, dass man hier fertiges Dressing verwendet. Aus der Tube!!
Ganz ehrlich, ein aufwändiges Dressing kostet mich 3 Minuten und wenn ich keinen Bock hab, gibts Salz, Pfeffer, Essig und Öl. Nein, wir brauchen Dressing aus der Tube.
Und der Abschuss ist dann, dass das Essen eine festgelegte Reihenfolge am Tisch befolgen muss. Angenommen, ich beginne mit dem Stopfer, geb ich ihn an die Person links von mir, die ihn dann an die Person links von ihr gibt, usw. Also alles muss nach links weitergegeben werden. Wie krank ist das bitte?!?!
Dass ich mich auf das Essen zuhause freu, war klar, deswegen gibts dazu keinen "What I miss..."-Post, aber dass es so exrem wird?
Wenn ich allein ess gibts meistens Nudeln oder Nudeln, manchmal mach ich mir aber auch Nudeln. Ansonsten Toast (ich will BROOOOOT!) mit Butter oder gekochtem Schinken oder Frischkäse. Mein Hauptnahrungsmittel sind aber wahrscheinlich Cookies. Ungelogen, ich hab noch niemals so geniale Cookies gegessen! Die gibts nur in der einen Supermarktkette und die sehen aus, als würden die die da backen und direkt verpacken. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber sie haben keinen Markennamen und nichts dergleichen. Auf jeden Fall sind sie einfach göttlich!
Das wars zum Thema Essen, ich hoffe, ihr wisst unser schönes, gutes, erstrebenswertes, mittelfränkisches Essen jetzt noch ein bisschen mehr zu schätzen!!
Bis bald auf eine gute, fränkische Bratwurst,
eure Lisa
Samstag, 22. September 2012
Update
Irgendwie ist nichts mehr so Spannendes passiert, als dass ich gleich drüber gebloggt hätte, trotzdem hatte ich eine ziemlich schöne Woche:
Nachdem ich den Schock über meinen Stich gut überwunden hab, hab ich am Dienstag den ganzen Tag mit Lindsay zusammengearbeitet und sie hat mich ja, wie erwähnt, zum Essen eingeladen. Da wir an dem Tag ausnahmsweise schon um 12 Uhr mit der Arbeit fertig waren, ist sie um 3 Uhr zurückgekommen und hat mich abgeholt. Danach waren wir noch einen Sprung im Supermarkt (Arizona Ice Tea für 88ct - geil oder geil?!) und anschließend bei ihrer Mum, um das Hähnchen abzuholen. Die haben einen ziemlich jungen Labrador und dann hab ich meinen Jimmy natürlich noch viel mehr vermisst. Das Hähnchen hat genau wie in Deutschland geschmeckt und dazu gabs Ofenkartoffeln, Blumenkohl mit Käsesoße ausm Päckchen und Salat.
Als mich Lindsay dann wieder heimgefahren hat, hat sie gemeint, dass es ihr so leid tut, dass ich jetzt wieder allein in das große Haus muss (muss ihr nicht leid tun, das wusste ich ja, bevor ich hergekommen bin) und dass sie mit ihrer Mum beschlossen hat, dass sie mich, wenn sie das nächste Mal einkaufen fahren, mitnehmen wollen. Ich hab mich sehr gefreut!
Am Donnerstag war ich dann bis 4 Uhr im Stall, was ein wirklich langer Arbeitstag war, dafür hab ich dann aber überraschenderweise erfahren, dass ich die nächste 3 Tage frei hab. Ich wusste das gar nicht, aber der normale Rhythmus ist, dass man 11 Tage arbeitet und dann 3 Tage frei hat. Ich hab mich natürlich gefreut.
Abends war ich dann bei Jeanette und Scott zum Abendessen eingeladen und es gab wieder Hähnchen. Diesmal aber mit Stopfer (den die hier mit Knoblauch verfeinern, schmeckt auch nicht schlecht). Außerdem haben Renee und ich beschlossen, dass wir nicht an diesem Sonntag nach Toronto fahren, weil total schlechtes Wetter gemeldet ist und niemand Sightseeing im strömenden Regen machen will. Wahrscheinlich gehen wir jetzt nur shoppen, aber das entscheidet sich erst heute.
Am Freitag hab ich dann gar nichts gemacht, weil ich ja frei hatte und das hab ich in vollen Zügen genossen. Ich hab von Jeanette ihre Zugangsdaten zu einem Online-Film-Portal bekommen und Goodbye, Lenin online angeschaut, der dann tatsächlich der deutsche Film mit englischem Untertitel war :)
Zum Abendessen war ich dann bei Rose und Bob eingeladen und anschließend haben wir dann noch ein Lagerfeuer gemacht, das war wirklich schön. Hier wird aber so ein Lagerfeuer als Müllverbrennung mitbenutzt, weil man sowohl Plastiktüten als auch Tetrapaks hervorragend verschüren kann...
Ansonsten hab ich mich ziemlich gut eingelebt hier, ich hab aber immer noch Momente wo ich am liebsten nach Toronto fahren würde und den nächsten Flug heimwärts nehmen würde. Die Menschen hier könnten nicht netter sein, jeder kümmert sich um mich, jeder nimmt Rücksicht und jeder versucht mir meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. In der Hinsicht gibts wirklich nichts zu meckern! An die Arbeit werd ich mich wohl nie richtig gewöhnen und wahrscheinlich auch nie den großen Spass dran finden, weil für mein Gefühl der Betrieb einfach zu groß ist und nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht. Da die Kollegen aber extrem nett sind, wir das fast wieder wett gemacht und ich sehe die Arbeit einfach als positive Horizonterweiterung, die mir im Nachhinein sicher viel bringt und für die Zukunft hilft.
Ich weiß nicht, ob sich das noch ändern wird, aber im Moment bemühe ich mich, meine Zeit hier so gut wie möglich zu nutzen und zu genießen, hab aber trotzdem die ganze Zeit im Hinterkopf, dass in 5 Wochen die Mädels zu Besuch sind und ich in 12 Wochen wieder nachhause fliegen "darf". Ich bin gespannt, ob ich mich am Ende nur auf Daheim freue, oder ob ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge abreise.
Jetzt genieße ich weiter meinen freien Samstag und hoffe, dass wir morgen shoppen gehen und ich ein paar schöne Sachen finde, was soll ich denn sonst mit meinem selbstverdienten Geld machen ;)
Außerdem werde ich natürlich meine Kamera einpacken, vielleicht gibts dann mal wieder ein paar Bilder.
Bis bald,
Lisa
Nachdem ich den Schock über meinen Stich gut überwunden hab, hab ich am Dienstag den ganzen Tag mit Lindsay zusammengearbeitet und sie hat mich ja, wie erwähnt, zum Essen eingeladen. Da wir an dem Tag ausnahmsweise schon um 12 Uhr mit der Arbeit fertig waren, ist sie um 3 Uhr zurückgekommen und hat mich abgeholt. Danach waren wir noch einen Sprung im Supermarkt (Arizona Ice Tea für 88ct - geil oder geil?!) und anschließend bei ihrer Mum, um das Hähnchen abzuholen. Die haben einen ziemlich jungen Labrador und dann hab ich meinen Jimmy natürlich noch viel mehr vermisst. Das Hähnchen hat genau wie in Deutschland geschmeckt und dazu gabs Ofenkartoffeln, Blumenkohl mit Käsesoße ausm Päckchen und Salat.
Als mich Lindsay dann wieder heimgefahren hat, hat sie gemeint, dass es ihr so leid tut, dass ich jetzt wieder allein in das große Haus muss (muss ihr nicht leid tun, das wusste ich ja, bevor ich hergekommen bin) und dass sie mit ihrer Mum beschlossen hat, dass sie mich, wenn sie das nächste Mal einkaufen fahren, mitnehmen wollen. Ich hab mich sehr gefreut!
Am Donnerstag war ich dann bis 4 Uhr im Stall, was ein wirklich langer Arbeitstag war, dafür hab ich dann aber überraschenderweise erfahren, dass ich die nächste 3 Tage frei hab. Ich wusste das gar nicht, aber der normale Rhythmus ist, dass man 11 Tage arbeitet und dann 3 Tage frei hat. Ich hab mich natürlich gefreut.
Abends war ich dann bei Jeanette und Scott zum Abendessen eingeladen und es gab wieder Hähnchen. Diesmal aber mit Stopfer (den die hier mit Knoblauch verfeinern, schmeckt auch nicht schlecht). Außerdem haben Renee und ich beschlossen, dass wir nicht an diesem Sonntag nach Toronto fahren, weil total schlechtes Wetter gemeldet ist und niemand Sightseeing im strömenden Regen machen will. Wahrscheinlich gehen wir jetzt nur shoppen, aber das entscheidet sich erst heute.
Am Freitag hab ich dann gar nichts gemacht, weil ich ja frei hatte und das hab ich in vollen Zügen genossen. Ich hab von Jeanette ihre Zugangsdaten zu einem Online-Film-Portal bekommen und Goodbye, Lenin online angeschaut, der dann tatsächlich der deutsche Film mit englischem Untertitel war :)
Zum Abendessen war ich dann bei Rose und Bob eingeladen und anschließend haben wir dann noch ein Lagerfeuer gemacht, das war wirklich schön. Hier wird aber so ein Lagerfeuer als Müllverbrennung mitbenutzt, weil man sowohl Plastiktüten als auch Tetrapaks hervorragend verschüren kann...
Ansonsten hab ich mich ziemlich gut eingelebt hier, ich hab aber immer noch Momente wo ich am liebsten nach Toronto fahren würde und den nächsten Flug heimwärts nehmen würde. Die Menschen hier könnten nicht netter sein, jeder kümmert sich um mich, jeder nimmt Rücksicht und jeder versucht mir meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. In der Hinsicht gibts wirklich nichts zu meckern! An die Arbeit werd ich mich wohl nie richtig gewöhnen und wahrscheinlich auch nie den großen Spass dran finden, weil für mein Gefühl der Betrieb einfach zu groß ist und nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht. Da die Kollegen aber extrem nett sind, wir das fast wieder wett gemacht und ich sehe die Arbeit einfach als positive Horizonterweiterung, die mir im Nachhinein sicher viel bringt und für die Zukunft hilft.
Ich weiß nicht, ob sich das noch ändern wird, aber im Moment bemühe ich mich, meine Zeit hier so gut wie möglich zu nutzen und zu genießen, hab aber trotzdem die ganze Zeit im Hinterkopf, dass in 5 Wochen die Mädels zu Besuch sind und ich in 12 Wochen wieder nachhause fliegen "darf". Ich bin gespannt, ob ich mich am Ende nur auf Daheim freue, oder ob ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge abreise.
Jetzt genieße ich weiter meinen freien Samstag und hoffe, dass wir morgen shoppen gehen und ich ein paar schöne Sachen finde, was soll ich denn sonst mit meinem selbstverdienten Geld machen ;)
Außerdem werde ich natürlich meine Kamera einpacken, vielleicht gibts dann mal wieder ein paar Bilder.
Bis bald,
Lisa
Sonntag, 16. September 2012
Lake Huron
Heute ist Sonntag. Und da ich ja schon in Deutschland dazu geneigt habe, Sonntage ungenutzt verstreichen zu lassen, betreibe ich das hier natürlich in Perfektion. Hindert mich ja niemand. Man muss aber dazu sagen, dass ich dieses Wochenende gearbeitet habe. Das ändert die Sache natürlich gewaltig. Ich hab mich also heute morgen mal wieder um 5 Uhr aus dem Bett gequält, was bei Kälte und Dunkelheit echt nicht schön ist und mich in den Stall geschleppt. Gott sei Dank waren aber Wayne und Traci heute auch müde, also mussten wir uns nicht unterhalten oder sowas.
Zu Mittag hat es dann die aufgewärmten Spaghetti von gestern mit Soße ausm Glas gegeben, was ich wirklich lecker finde und ich hab beschlossen, dass ich mich beim nächsten Lebensmitteleinkauf, der für Montag geplant ist, nach weitern Soßen umsehe. Außerdem brauche ich eine neue Packung der besten Schokoladenplätzchenwhatever, die ich je gegessen habe (ein Bild folgt) und irgendeine Art von Belag für meinen Semmel zu Mittag. Ich hoffe also, dass ich morgen Nachmittag Little Green benutzen kann.
Danach hab ich dann beschlossen, dass mein Ziel für heute ist, den Blogeintrag über Lake Huron zu schreiben. Da wars 12 Uhr. Und jetzt ist 4. Und ich schreibe den Post jetzt nur, weil ich in einer Stunde bei Rose und Bob zum Supper eingeladen bin. Merkt ihr was? Ungenutzte Sonntage...
Nun aber zum eigentlichen Thema: Als ich gestern nachm Stall in die Küche kam, war Bob grade da und schlug mir vor, dass wir doch später zum Lake Huron fahren könnten, auf den ich wirklich schon gespannt war. Ich sagte natürlich ja! Aus später wurde dann 4 Uhr und wir haben auf dem Weg dahin noch Bobs Schwester mit ihrem Mann abgeholt (auch beide über 70...). Zum See braucht man ungefähr 40 Minuten, aber das lohnt sich wirklich. Wenn mans nicht weiß und nicht aus einer Seen-Gegend kommt, könnte man Lake Huron wirklich für das Meer halten. Gestern war strahlender Sonnenschein (bei ziemlicher Kälte, aber das sieht man ja auf Bildern nicht) und es war ein atemberaubender Ausblick!!
Zuerst sind wir zu einem Aussichtspunkt gefahren, den Bobs Schwager kannte und von wo aus der Blick wirklich toll war! Anschließend sind wir an den Strand gefahren und dann ein bisschen an der Promenade entlang. Das Ganze war aber "Wandern mit dem Auto", weil Bobs Schwester ziemlich schlecht zu Fuß ist. Ich hatte natürlich nichts dagegen ;)
Zum Schluss waren wir dann noch im Burger-Restaurant essen. Ich vergesse immer, dass Nordamerikaner Burger ja wirklich gern essen. Und damit meine ich sicher nicht die Teile von McDonalds und Konsorten! Es war sehr lecker, aber mich ca. 12$ pro Burger auch ziemlich teuer.
Ich war am Ende des Tages wirklich total kaputt und hätte heimwärts im Auto fast geschlafen, wäre da nicht der tolle Sonnenuntergang und die tolle Landschaft gewesen.
Jetzt lasse ich aber endlich mal die Bilder sprechen:
Sieht toll aus, oder? Im Sommer zum Baden stell ich mir die Lokation wirklich toll vor!
Die dazugehörige Stadt war natürlich (wie nicht anders zu erwarten) ein Kaff, an dem das Interessanteste war, dass letztes Jahr ein Tornado eine Straße verwüstet hat...
Langsam bekomme ich doch Sehnsucht nach Zivilisation. Und ich, der größte Gegner unseres Provinzkaffs Gunzenhausens, weiß die Möglichkeiten dort endlich zu schätzen. In der Hinsicht hilft mir dieser Aufenthalt auf jeden Fall!
Alles Liebe,
Lisa
Zu Mittag hat es dann die aufgewärmten Spaghetti von gestern mit Soße ausm Glas gegeben, was ich wirklich lecker finde und ich hab beschlossen, dass ich mich beim nächsten Lebensmitteleinkauf, der für Montag geplant ist, nach weitern Soßen umsehe. Außerdem brauche ich eine neue Packung der besten Schokoladenplätzchenwhatever, die ich je gegessen habe (ein Bild folgt) und irgendeine Art von Belag für meinen Semmel zu Mittag. Ich hoffe also, dass ich morgen Nachmittag Little Green benutzen kann.
Danach hab ich dann beschlossen, dass mein Ziel für heute ist, den Blogeintrag über Lake Huron zu schreiben. Da wars 12 Uhr. Und jetzt ist 4. Und ich schreibe den Post jetzt nur, weil ich in einer Stunde bei Rose und Bob zum Supper eingeladen bin. Merkt ihr was? Ungenutzte Sonntage...
Nun aber zum eigentlichen Thema: Als ich gestern nachm Stall in die Küche kam, war Bob grade da und schlug mir vor, dass wir doch später zum Lake Huron fahren könnten, auf den ich wirklich schon gespannt war. Ich sagte natürlich ja! Aus später wurde dann 4 Uhr und wir haben auf dem Weg dahin noch Bobs Schwester mit ihrem Mann abgeholt (auch beide über 70...). Zum See braucht man ungefähr 40 Minuten, aber das lohnt sich wirklich. Wenn mans nicht weiß und nicht aus einer Seen-Gegend kommt, könnte man Lake Huron wirklich für das Meer halten. Gestern war strahlender Sonnenschein (bei ziemlicher Kälte, aber das sieht man ja auf Bildern nicht) und es war ein atemberaubender Ausblick!!
Zuerst sind wir zu einem Aussichtspunkt gefahren, den Bobs Schwager kannte und von wo aus der Blick wirklich toll war! Anschließend sind wir an den Strand gefahren und dann ein bisschen an der Promenade entlang. Das Ganze war aber "Wandern mit dem Auto", weil Bobs Schwester ziemlich schlecht zu Fuß ist. Ich hatte natürlich nichts dagegen ;)
Zum Schluss waren wir dann noch im Burger-Restaurant essen. Ich vergesse immer, dass Nordamerikaner Burger ja wirklich gern essen. Und damit meine ich sicher nicht die Teile von McDonalds und Konsorten! Es war sehr lecker, aber mich ca. 12$ pro Burger auch ziemlich teuer.
Ich war am Ende des Tages wirklich total kaputt und hätte heimwärts im Auto fast geschlafen, wäre da nicht der tolle Sonnenuntergang und die tolle Landschaft gewesen.
Jetzt lasse ich aber endlich mal die Bilder sprechen:
Sieht toll aus, oder? Im Sommer zum Baden stell ich mir die Lokation wirklich toll vor!
Die dazugehörige Stadt war natürlich (wie nicht anders zu erwarten) ein Kaff, an dem das Interessanteste war, dass letztes Jahr ein Tornado eine Straße verwüstet hat...
Langsam bekomme ich doch Sehnsucht nach Zivilisation. Und ich, der größte Gegner unseres Provinzkaffs Gunzenhausens, weiß die Möglichkeiten dort endlich zu schätzen. In der Hinsicht hilft mir dieser Aufenthalt auf jeden Fall!
Alles Liebe,
Lisa
Mittwoch, 12. September 2012
Krank
Ja, ich bin krank. Herzlichen Glückwunsch hätt ich gesagt. Ich tippe mal auf Überanstrengung gepaart mit irgendwelchen ganz bösen Magen-Darm-Viren, alles weitere erspar ich euch.
Deswegen hatte ich jetzt 2,5 Tage Zwangsurlaub, was natürlich schlechter ist als arbeiten, weil ich so endgültig vereinsame. Naja, ich hab mich mit meinen Büchern vergnügt, dann gings schon. Heut bin ich trotzdem mit Rose zum Lebensmitteleinkauf und hab mir außerdem ein paar Medikamente gekauft, von denen ich hoffe, dass sie helfen.
Trotzdem hat das Ganze eine ganz schreckliche Logik: In der Zeit nachm Abi hat ja jeder Schüler ein paar Kater zu überstehen und eines der Dinge, auf die ich mich in Kanada gefreut hab, war, dass ich nicht mehr mit grummelndem Bauch und Unwohlsein das Bett hüten muss. Man siehe: Dem ist nicht so! MIST! :D
Mein Rückflug ist übrigens umgebucht, so wie die Dinge im Moment liegen, ist am 15. Dezember wieder mit mir zu rechnen, allerdings ist der Flug jederzeit nochmal umbuchbar und wir werden sehen, wie ich mich entscheide, wenns so weit ist. Im Moment gibt mir das auf jeden Fall ein extrem gutes Gefühl.
Hier sind alle traurig, dass ich unbedingt zu Weihnachten heim möchte, aber jeder verstehts und lädt mich im gleichen Satz ein, doch bei ihnen zu Hause Weihnachten zu verbringen. Ihr seht, nettere Leute findet man in ganz Kanada nicht, da bin ich mir sicher!
Alles Liebe
Lisa
Deswegen hatte ich jetzt 2,5 Tage Zwangsurlaub, was natürlich schlechter ist als arbeiten, weil ich so endgültig vereinsame. Naja, ich hab mich mit meinen Büchern vergnügt, dann gings schon. Heut bin ich trotzdem mit Rose zum Lebensmitteleinkauf und hab mir außerdem ein paar Medikamente gekauft, von denen ich hoffe, dass sie helfen.
Trotzdem hat das Ganze eine ganz schreckliche Logik: In der Zeit nachm Abi hat ja jeder Schüler ein paar Kater zu überstehen und eines der Dinge, auf die ich mich in Kanada gefreut hab, war, dass ich nicht mehr mit grummelndem Bauch und Unwohlsein das Bett hüten muss. Man siehe: Dem ist nicht so! MIST! :D
Mein Rückflug ist übrigens umgebucht, so wie die Dinge im Moment liegen, ist am 15. Dezember wieder mit mir zu rechnen, allerdings ist der Flug jederzeit nochmal umbuchbar und wir werden sehen, wie ich mich entscheide, wenns so weit ist. Im Moment gibt mir das auf jeden Fall ein extrem gutes Gefühl.
Hier sind alle traurig, dass ich unbedingt zu Weihnachten heim möchte, aber jeder verstehts und lädt mich im gleichen Satz ein, doch bei ihnen zu Hause Weihnachten zu verbringen. Ihr seht, nettere Leute findet man in ganz Kanada nicht, da bin ich mir sicher!
Alles Liebe
Lisa
Dienstag, 4. September 2012
Sonntag, 2.9.12
Heute bin ich immer noch nicht ins Big House gezogen, ich
denke einfach, weil keine Zeit dafür war.
Ich bin heute Morgen um 7.30 Uhr aufgestanden und hab mit
Rose gefrühstückt. Leider hatte ich absolutes Heimweh heute (ich war homesick)
und sie hat mich dummerweise nach meiner Familie gefragt. Ich hab dann von
Kathi erzählt und mir sind dauernd die Tränen runtergelaufen, ich musste mich
zusammenreißen, dass ich nicht anfange zu schluchzen. Ich hab die ganze Zeit an
Zuhause gedacht und es war absolut kein schöner Vormittag. Nach dem Frühstück
sind wir in die Kirche gegangen (Ja, erster Sonntag hier und ich bin in der
Kirche. Absolut untypisch!). Ich hatte das Gefühl, es war ein
Erntedankgottesdienst? Keine Ahnung, immer wenn er was von Liebe oder Familie oder
so sagte, hatte ich wieder Tränen in den Augen. Der Pfarrer war absolut cool
drauf und es machte Spaß ihm zuzuhören. Es war übrigens ein
lutherisch-evangelischer Gottesdienst und wir haben sogar ein Lied gesungen,
dessen Melodie ich aus deutschen Gottesdiensten kannte, aber ich hab keine
Ahnung wie es auf Deutsch heißt.
Danach waren wir noch mal im Lebensmittelgeschäft, weil Rose
noch Essen für die Reunion brauchte. Dort treffen sich alle Cousinen und
Cousins und das waren ziemlich viele, weil allein Rose 13 Geschwister
hat/hatte. Dort gab es ein kleines Buffett für das jeder Gast etwas mitbrachte
und danach hab ich mit ein paar anderen Boccia gespielt und sogar einmal
gewonnen, obwohl ich überhaupt nicht werfen kann. Außerdem hab ich dort einen
sehr netten älteren Herrn (fast alle waren „älter“ dort) getroffen, der für ein
Jahr in Heidelberg lebte. Er hatte zwar einen ziemlich starken Akzent, aber
sein Deutsch war wirklich gut und ich glaube, es hat ihm gefallen, sich mal
wieder auf Deutsch unterhalten zu können.
Nach einem kurzen Zwischenstopp zuhause und einem kleinen
Power Nap sind wir dann zu den nächsten Verwandten gefahren. Ich sags euch, ich
hab in den letzten 3 Tagen gefühlte 458 Verwandte kennen gelernt, mir schwirrt
der Kopf!
Bei den nächsten Verwandten haben wir dann die Goats
(Ziegen) angeschaut. Sie hatten ziemlich viele große, vielleicht so um die 25
und ein paar kleine, die waren SO süß, ich musste sofort an Anne denken, die
hätte sofort eines mit nachhause genommen.
Jetzt bin ich endlich im Bett und kann das hier tippen.
Leider hab ich im Moment immer noch kein Internet, also nicht wundern, dass
dieser Blogpost ebenfalls nicht richtig in der Zeit ist :D
In Deutschland fand mein Englischlehrer, dass ich wohl nicht
das beste Englisch habe und ich hatte fast die ganzen zwei Jahre in der
Oberstufe zwischen 7 und 10 Punkten. Hier lobt mich jeder für mein Englisch und
fragt, woher ich es so gut kann.
Hab ich schon über die Straßen hier erzähl? Sie sind so
angeordnet, dass sie jeweils im rechten Winkel aufeinandertreffen. Bis jetzt
habe ich noch keine einzige Kurve gesehen. Höchstgeschwindigkeit auf den
Highways sind 100 km/h und auf den „Landstraßen“ (also die, die so breit sind
wie in Deutschland die Bundesstraßen) darf man meistens nur 70 oder 80 fahren.
Innerorts aber ebenfalls 50 km/h. Deswegen braucht man von hier nach Toronto
auch 2h. Hätten sie die deutschen Verkehrsregeln kenne ich Leute, die es in
einer guten Stunde schaffen würden ;) (Fühlt sich jemand angesprochen?!)
Ich beginne übrigens schon Englisch zu denken und warte nur
darauf, bis ich in Englisch träume. Außerdem sprechen die Leute hier keinen
Dialekt (also NICHT vergleichbar mit Mittelfranken) und ich verstehe fast 90%
von dem, was mir erzählt wird.
Heute hat mich tatsächlich jemand gefragt, ob wir in
Deutschland auch Smartphones nutzen? :D Ziemlich lustig.
Take care,
Lisa
Mittwoch, 29. August 2012
Packen
Nachdem ich gestern noch einen wunderschönen Picknick-Abend mit meiner besten Freundin, Federweißer und Keksen verbracht habe, war für heute der Plan, mich meinem Koffer zu widmen...
Und jetzt sitz ich hier und weiß nicht wie ich anfangen soll. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass 23 kg nicht reichen. Versucht doch mal euer ganzes Leben auf 23 kg zu reduzieren... Gar nicht witzig.
(Der Übeltäter!)
Außerdem ist es so schwierig für Sommer, Herbst, Winter UND Frühling zu packen, ich lasse ja wirklich keine Jahreszeit aus, obwohl ich "nur" 6 Monate weg bin.
Ansonsten beginnt das Heimweh jetzt schon. Ich will das Grundstück nicht mehr verlassen, damit ich noch so viel Zeit wie möglich hier verbringen kann.
Deswegen kommt Oma heut auch zum Kaffee, anstatt dass wir zu ihr fahren :D
Für morgen durfte ich mir noch ein Mittagessen wünschen, und meine Wahl ist selbstgemachte Pizza (mit dem Hintergedanken, dass ich dann Proviant für Freitagfrüh am Flughafen hab....)
Ahhh ich bin so aufgeregt! :D
Lisa
Und jetzt sitz ich hier und weiß nicht wie ich anfangen soll. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass 23 kg nicht reichen. Versucht doch mal euer ganzes Leben auf 23 kg zu reduzieren... Gar nicht witzig.
(Der Übeltäter!)
Außerdem ist es so schwierig für Sommer, Herbst, Winter UND Frühling zu packen, ich lasse ja wirklich keine Jahreszeit aus, obwohl ich "nur" 6 Monate weg bin.
Ansonsten beginnt das Heimweh jetzt schon. Ich will das Grundstück nicht mehr verlassen, damit ich noch so viel Zeit wie möglich hier verbringen kann.
Deswegen kommt Oma heut auch zum Kaffee, anstatt dass wir zu ihr fahren :D
Für morgen durfte ich mir noch ein Mittagessen wünschen, und meine Wahl ist selbstgemachte Pizza (mit dem Hintergedanken, dass ich dann Proviant für Freitagfrüh am Flughafen hab....)
Ahhh ich bin so aufgeregt! :D
Lisa
Abonnieren
Posts (Atom)